(UPA) Aus dem urbanautischen Wohnkomplex Abschnitt 64/2 wurde ein Vehikel zur Erkundung von Planeten mit g-Werten um 10m/s² gestohlen. Das Vehikel mit der Bezeichnung FA-Rad wurde am späten Nachmittag aus einem offenen Hangar entwendet. Die Täter konnten bei deren Flucht beobachtet, aber nicht mehr gestellt werden.
Sofort wurden Forderungen nach mehr Sicherheit geäußert. Videoüberwachung, RFID Chips mit biometrischen Daten und verstärkte Telefon- und Onlineüberwachung wurden vorgeschlagen. An den Vorschlägen wurde jedoch harsche Kritik geübt: "Keine dieser Maßnahmen hätte den FA-Rad Diebstahl verhindern können. Man dürfe jetzt nicht anfangen allen und jedem zu misstrauen. Das Opfer der persönlichen Freiheit sei so viel schwerwiegender als der potentielle Verlust eines Fa-Rades. Selbstverständlich werde man für die Sicherheit der urbanautischen Vehikel sorgen, aber nicht um den Preis der Privatsphäre. Man denke an die Errichtung eines abschließbaren Fa-Rad Hangars.", hieß es von der gegründeten Arbeitsgruppe Fa-Rad.
(Aktuell): Vor wenigen Minuten erreichte uns eine offizielle Mitteilung der Urbanautic. Ein Einsatz der RFID Technik komme auf gar keinen Fall in Frage. Die Missbrauchsmöglichkeiten sind zu gefährlich. Der bedenkenlose Einsatz dieser Chips in Reisepässen und ab spätestens 2010 im Personalausweis sei schrecklich genug. Man werde diesen furchtbaren Fehler der Bundesregierung nicht wiederholen. Von Dynamit, Kernspaltung bis Virologie - die Geschichte lehrt uns: Sind "gute" Erfindungen auch "negativ" nutzbar, kann man sicher sein: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies auch so kommen wird! Wir werden uns dem Trend zur Totalüberwachung solange wiedersetzen wie möglich.
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vor 9 Jahren
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